Weltausstellung passé – was nun?!

Halli-Hallo, ihr Lieben!

Die Weltausstellung hat am 10.09.2017 ihr Ende gefunden. Was ist danach passiert? Jede Menge:

Ich habe gleich am Montag weiter gearbeitet. Die große Weltausstellung-Abbau-Woche stand uns bevor. Um 8.30 Uhr (für mich früh, wenn man bedenkt, dass ich sonst immer erst um 10 Uhr auf der Arbeit sein musste) durfte ich mich beim Abbautisch melden. Dieser organisierte, wer wann, wo und wie eingesetzt wurde. Mich ereilte ein netter Auftrag. Ich sollte die Verantwortliche für die Kantine in dieser Woche sein, denn „Kommando Verpflegung“ gab sein Amt mit Ende der Weltausstellung ab. Für viele ein absolutes Dilemma, da wir die jungen Köchinnen und Köche echt ins Herz geschlossen hatten, sowie auch ihr Essen, das stets frisch und gesund war. Nun folgte ein örtlicher Caterer, der fertiges Tütenessen im großen Stil zubereitete und es teilweise in Eimern servierte. Totaaal ansehnlich und appetitfördernd… Naja, jedenfalls war es nun meine Aufgabe den Serviertisch vorzubereiten, die Wasserkrüge zu befüllen und darauf zu achten, dass für jeden was übrig bleibt. Der letzte Punkt scheiterte maßgeblich daran, dass der Caterer ja tatsächlich der Meinung war, 150 Volunteers würden von einer einzigen Thermofore Kartoffeln satt. Nein, ich untertreibe nicht, das war echt. Von zwölf bis 14 Uhr sollten wir essen können, ab 12.45 Uhr war das Essen alle! Am Montag waren noch einige da, am Dienstag davon die Hälfte und ab Mittwoch saßen wir teilweise bloß mit 20 Volunteeren da. Die meisten dachten sich, dass Pizza einer bekannten Kette oder gebratene Nudeln vom Asia-Mann leckerer, reichhaltiger an Nährstoffen und in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen. Aber genug beschwert! Wir waren trotzdem dankbar, dass wir etwas bekommen haben. Verpflegung gestellt zu bekommen, ist keine Selbstverständlichkeit.
Da ich nun aber zwischen den Kantinenschichten so viel Zeit hatte, habe ich eine Kollegin in der Sitzungsverpflegung unterstützt. So konnte ich noch ein paar Überstunden gewinnen, damit ich ein paar Tage mehr frei zum Vertragsende hin bekommen konnte. Schließlich haben die Überstunden sogar für eine ganze Woche gereicht.
Gegen Ende der Woche lief der Lagerverkauf in der Turnhalle an. Dort wurde alles verkauft, was irgendwann einmal angeschafft worden und noch gut instand ist. Dort habe ich mir im Hinblick aufs Studium Büromaterial und (worauf ich gaaaanz stolz bin!!!) eine Westerngitarre gekauft – ein tolles Teil!

Sie kam auch gleich zum Einsatz:
Denn mein Abschlussseminar fand gleich die Woche darauf statt. Ich war im Musik-Workshop. Dort lernten wir vieles über unsere Stimme, wie man sie einsetzen kann und welche Wirkung sie erzielen kann. An jedem Tag begannen wir mit einer Meditation. Wir durften die Stille in uns selbst finden. Aus der Stille, aus dem Nichts heraus kommt die Kreativität eines jeden. Wir lernten, wie wir improvisieren und förderten unsere Kreativität, indem wir ein bekanntes Stück anders interpretieren oder sogar ein ganz eigenes Stück komponieren durften. Es verlangte mir persönlich sehr viel ab. Ich bin ein Mensch, der viel nachdenkt, oft zu viel und sich dadurch selbst blockiert. Ich übte das Meditieren intensiv in dieser Woche, da ich herausfinden wollte, wie aus dem Nichts Kreativität entsteht. Mir ist es allerdings nicht ein einziges Mal gelungen, die Ruhe in mir selbst zu bekommen. Dennoch durfte ich die Erfahrung machen, dass mich mein Bauchgefühl und meine Intuition stets begleiten und anleiten. Mir gefiel besonders gut, dass wir auch als Gruppe enger zusammengehörten und eine wundervolle, angenehme Atmosphäre herrschte. Jede*r ließ den*die Andere*n gewähren und bewertete ihn*sie nicht. So entstand auch kein Konkurrenzkampf, denn jede*r wusste, er*sie gibt sein*ihr bestes und ist, wie er*sie ist! Dadurch trauten sich auch diejenigen, von denen man am wenigsten musikalisches Talent erwartete. Das war für mich etwas ganz besonderes, die so wahrnehmen zu dürfen.
Am letzten Seminartag stellte jeder Workshop vor, was man im Laufe der Woche gelernt und erarbeitet hatte. So entstand eine wundervolle Show, wo der Zirkus-, Film-, Gebärdesprache-, Rap-, Theater-Workshop und wir zeigten, was wir drauf haben. Wir als Musik-Workshop arbeiteten die Woche über in kleinen Gruppen zusammen, sodass wir mehrere kleinere Projekte vorstellten. Das war für jede*n von uns ein unvergesslicher Auftritt!

Ich vermisse uns VolunTiere, wir waren eine einmalige und ganz besondere Gruppe! I miss all of you guys. You are so special for me. I hope we’ll see us once again in our lives. Thank you for this lovely time we spent together in Wittenberg!

Ein letzte Beitrag wird noch folgen. Ich resümiere meine 15 Monate BFD: Was habe ich gelernt? Wo und wie habe ich mich verändert? Was haben wir/Was habe ich bewegt?

Bleibt also dabei,
eure Acelya 😉

(P.S.: Mein Englisch hat sich enorm verbessert. Schon mal Punkt 1 auf der „Was habe ich gelernt-Liste“.)

Autor:

Träume nicht dein Leben, sondern lebe deine Träume!

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